Interview zur Betreuungsrechtsreform 2023

„Mit der Betreuungsrechtsreform 2023 haben Berufsbetreuer:innen Sicherheit bezüglich ihrer Vergütungsstufe!“

Jörg Staatsmann ist Betreuungsrichter und Strafrichter am Amtsgericht Montabaur. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender der Prüfungskommission sowie Lehrbeauftragter der staatlichen Hochschule Neubrandenburg. Im Interview erklärt der erfahrene Jurist, welche Vorteile das reformierte Betreuungsrecht bringt – und welche Hürden in der Umsetzung noch bewältigt werden müssen.

Herr Staatsmann, über welche Fähigkeiten sollte man verfügen, um als rechtlicher Betreuer tätig zu werden?

Jörg Staatsmann:Mithilfe der rechtlichen Betreuung sollen Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Herstellung und Wahrung ihrer Rechts- und Handlungsfähigkeit unterstützt werden. Oftmals müssen Betreuer auch stellvertretend für ihre Betreuten tätig werden. Wenn Entscheidungen über freiheitsentziehende oder ärztliche Maßnahmen getroffen werden müssen, erlaubt das Betreuungsrecht dem Betreuer sogar Eingriffe in die Grundrechte der Betreuten. Mehr →

26. Oktober 2021 | Kategorie: Betreuungsrechtsreform 2023, Sachkundenachweis |

So funktioniert der neue Sachkundenachweis für Berufsbetreuer

Aktuelles zur Betreuungsrechtsreform

 

Nicht nur beim Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat der staatlichen Hochschule Neubrandenburg ist die anstehende Reform des Betreuungsrechts ein intensiv diskutiertes Thema. Auch unsere Live-Webinare, in denen Fachanwalt für Familienrecht Martin Weber Berufsbetreuer auf den aktuellen Stand zum Reformprozess bringt, sind stets ausgebucht. Überraschend ist das große Interesse freilich nicht. Denn wenn das reformierte Gesetz am 01.01.2023 in Kraft tritt, kommen weitreichende Änderungen und neue Anforderungen auf Berufsbetreuer zu.

 

Die Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts zielt darauf ab, das Selbstbestimmungsrecht betroffener Person zu stärken. Gleichzeitig soll eine hohe Qualität der Betreuung sichergestellt werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird zukünftig ein einheitliches Registrierungsverfahren für Berufsbetreuer implementiert. Rechtliche Betreuer müssen dazu nachweisen, dass sie fachliche und persönliche Mindeststandards erfüllen. Geregelt werden alle Details dazu im Betreuungsorganisationsgesetz (BtOG). Dieses ist Bestandteil des Gesetzes zur Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts ist.

Wichtig: Diese Registrierung ist für Berufsbetreuer konstitutiv. Das bedeutet: Nur als registrierter Betreuer haben Sie ab 2023 noch einen Anspruch auf Betreuervergütung. Deshalb weisen wir bereits heute darauf hin: Handeln Sie rechtzeitig, um sich Ihre Vergütungsansprüche zu sichern!

Welche Voraussetzungen Berufsbetreuer erfüllen müssen, um sich registrieren zu lassen

Damit Sie auch ab dem 01.01.2023 Ihrer Tätigkeit als Berufsbetreuer nachgehen können, müssen Sie sich bei Ihrer örtlich zuständigen Betreuungsbehörde – der sogenannten „Stammbehörde“ – registrieren lassen.  Mehr →

11. Oktober 2021 | Kategorie: Betreuungsrechtsreform 2023, Sachkundenachweis |

Abschlussprüfung zum zertifizierten Berufsbetreuer – Februar 2021

Prüfungstage mit Maske, Abstand und erfolgreichen Absolventen

Am 19./20. Februar 2021 war es wieder soweit: Nach zwei lernintensiven Jahren stand für fünf Studierende der BeckAkademie Fernkurse die zweitägige Abschlussprüfung an.

Diesmal unter ganz besonderen Bedingungen: Corona-bedingt mussten Crash-Kurs und Prüfung unter strengen Hygieneauflagen stattfinden. Vor diesem Hintergrund ist es umso beeindruckender, dass alle Studierenden ihre Prüfung zur/m zertifizierten Vereins-/Berufsbetreuer(in) erfolgreich absolvierten und schließlich das begehrte Zertifikat / Hochschulzertifikat in Händen halten konnten.

Das Team der BeckAkademie Fernkurse sagt „Chapeau – und allen erfolgreichen Absolventen einen herzlichen Glückwunsch. Wir freuen uns mit Ihnen!“

 

Die erfolgreichen Absolventen der Zertifikats-Fernlehrgänge für Berufsbetreuer der BeckAkademie Fernkurse – zusammen mit den Referenten und Prüfern der BeckAkademie Fernkurse (v. l. n. r.): Dr. med. Annette Haring, RiAG Jörg Staatsmann, Prof. Dr. jur. Rolf Jox, Betreuungsrichter Jörg Staatsmann, 20. Februar 2021 in München (© C.H.BECK VERLAG oHG)

 

So verliefen die zwei Prüfungstage am 19./20. Februar 2021

 

Der Vorbereitungstag (Crash-Kurs/Repetitorium) und die Abschlussprüfung fanden dieses Mal im Münchener MACE Tagungstätte statt. Dieses öffnete seine Tagungsräume exklusiv für die Veranstaltung der BeckAkademie Fernkurse. Aufgrund der Pandemie-Situation hatten Prüfungskandidaten, Dozenten und Prüfer zu ihrer eigenen Sicherheit strikte Hygienevorschriften zu beachten. „Abstand wahren und Maske tragen“ hieß das Gebot der Stunde. Nur am Sitzplatz durfte der Mund-Nasenschutz abgelegt werden. Ausfallen musste zum allgemeinen Bedauern das sonst obligatorische Get2Gether am Abend. Normalerweise ist dieser Programmpunkt eine gern genutzte Gelegenheit zum gemeinsamen Netzwerken und Austauschen.

Trotz der widrigen Umstände gelang es allen Studierenden hervorragend, sich auf ihre Prüfung zu fokussieren. Am ersten Tag vertieften, wiederholten und ergänzten die Dozenten der BeckAkademie Fernkurse mit den Prüfungskandidaten noch einmal gezielt das Gelernte. Dieses Zusatzangebot der BeckAkademie Fernkurse hat sich bereits vielfach in der Praxis bewährt und dient nicht nur der Wissensfestigung, sondern auch der Motivation und dem Abbau von Prüfungsängsten.  Mehr →

27. April 2021 | Kategorie: Abschlussprüfung |

Schulungsseminar für angehende Berufsbetreuer jetzt auch im Live-Stream

Exklusiv nur für Studierende der BeckAkademie Fernkurse

 

Das Fernstudium an der BeckAkademie Fernkurse hat viele Vorteile. Beispielsweise ermöglicht es Ihnen, sich die Lernzeiten nach Ihren eigenen Bedürfnissen zu organisieren.

Erfahrungsgemäß haben unsere Studierenden jedoch gerade zu Beginn des Studiums viele Fragen zum Ablauf und zum Inhalt. Insbesondere Nicht-Juristen fällt die Bearbeitung rechtlicher Einsendeaufgaben und Hausarbeiten häufig schwer: Wie etwa werden Genehmigungsfälle richtig bearbeitet? Wie können Sie die Einsendeaufgaben optimal lösen? Und wie zitieren Sie Quellen korrekt? Geht es Ihnen genauso? Dann kommt das exklusive Schulungsseminar der BeckAkademie Fernkurse für Sie wie gerufen. Offen ist das eintägige Schulungs- und Einführungsseminar für alle, die einen Fernkurs an der BeckAkademie Fernkurse belegt haben. Auch ein mehrfacher Besuch des Schulungs- und Einführungsseminars ist möglich.

Das nächste kostenfreie Schulungsseminar zum Fernkurs für zertifizierte Vereins-/Berufsbetreuung und den Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat der staatlichen Hochschule Neubrandenburg findet wieder am 11. Juni 2021 im Live-Stream statt.

 

>>> Hier können Sie sich direkt zur Schulung anmelden. >>>

 

Warum ist das kostenfreie Schulungsseminar gerade für Studienanfänger so wertvoll?

 

Im Schulungs- und Einführungsseminar verraten Ihnen erfahrene Dozenten der BeckAkademie Fernkurse, wie Sie Ihr Fernstudium erfolgreich meistern und bei den Einsendeaufgaben punkten. Im speziellen Fokus dieses Seminares steht der richtige Umgang mit Lernbriefen, Lektionen und allgemein mit juristischen Fragestellungen. Sie lernen beispielsweise die Subsumtionstechnik kennen und erfahren, wie Sie Genehmigungsfälle im Betreuungsverfahren korrekt bearbeiten und behördliche Angelegenheiten im Rahmen des Sozialrechts für Ihre Betreuten rechtssicher durchführen. Hilfreiche Hinweise gibt es auch zum korrekten Zitieren von Quellen in Einsendehausarbeiten und -klausuren.

 

Das ist ausgesprochen wichtig, damit Ihnen nicht unbeabsichtigt ein Plagiat unterläuft. Arbeiten Sie wissenschaftlich nicht korrekt, könnte dies zu gravierenden Konsequenzen führen. Denn Sie verstoßen damit gegen die Allgemeinen Studienbedingungen der BeckAkademie Fernkurse.

Einführungsseminar am 19.2.2021 als Video-Live-Stream: Prof. Dr. jur. Rolf Jox, pädagogischer Studienleiter der BeckAkademie Fernkurse, stellt die wichtige Subsumtionstechnik vor. (© C.H.BECK VERLAG oHG)

 

Unterstützt von moderner Videotechnik erläutert RiAG Jörg Staatsmann Schritt für Schritt, wie Genehmigungsfälle im Betreuungsverfahren korrekt bearbeitet werden (© C.H.BECK VERLAG oHG)

 

Immer wieder bestätigen uns Studierende, wie nützlich und hilfreich die im Schulungsseminar erlernten Inhalte für die erfolgreiche Bewältigung ihres Fernstudiums ist. Für viele stellt die Teilnahme auch eine zusätzliche Motivation dar.  Mehr →

21. April 2021 | Kategorie: Abschlussprüfung, Aktuelles |

Täuschungsversuche bei der Beck Akademie Fernkurse können zur Exmatrikulation führen

Warum Sie sich in Ihren Einsendeaufgaben nicht mit fremden Federn schmücken sollten

Als rechtlicher Betreuer übernehmen Sie eine verantwortungsvolle Aufgabe. Eine fundierte Ausbildung und eine hohe persönliche Integrität spielen eine wesentliche Rolle in der Beziehung zu Betreuten. Und sie sind eine wichtige Voraussetzung für die konstruktive Zusammenarbeit mit Betreuungsbehörden, Betreuungsgerichten, Bezirksrevisoren und Rechtspflegern. Vor diesem Hintergrund versteht es sich von selbst, dass auch der Erfolg im Studium oder in der Ausbildung nur auf lautere Art und Weise erreicht werden sollte.

 

Umso unerfreulicher war eine Beobachtung, die der Prüfungsausschuss der BeckAkademie Fernkurse in letzter Zeit machen musste. Bei schriftlichen Leistungskontrollen – also Einsendeaufgaben und Klausuren – fielen den Prüfern Täuschungsversuche auf. So wurden beispielsweise Texte, Inhalte, Passagen oder gar komplette Lösungen aus fremden Quellen übernommen bzw. schlichtweg abgeschrieben. Diese „Plagiate“ wurden dann als eigene Leistungen ausgegeben.

Der Duden definiert diese „unrechtmäßige Aneignung von Gedanken, Ideen o. Ä. eines anderen auf künstlerischem oder wissenschaftlichem Gebiet und ihre Veröffentlichung“ übrigens treffend als „Diebstahl geistigen Eigentums“, abgeleitet vom französischen „plagiaire“ oder dem lateinischen „plagiārius“, Seelenverkäufer, Menschenräuber (Quelle: www.duden.de).  Mehr →

20. April 2021 | Kategorie: Abschlussprüfung, Allgemein |

Betreuervergütung für Einzelhandelskaufleute

BGH: Ausbildung Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel führt zur Vergütung nach § 4 VBVG Tabelle B

 

Der Fall: Die Betreuerin hatte im Jahr 1997 erfolgreich ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel abgeschlossen. Sie hatte beim Amtsgericht ihrem Vergütungsanspruch die Tabelle B mit einer monatlichen Fallpauschale von 130,00 € zugrunde gelegt. Das Amtsgericht jedoch hatte sie heruntergestuft und ihrem Antrag nur auf der Grundlage einer Fallpauschale nach der Vergütungstabelle A entsprochen. Das Landgericht wies die Beschwerde der Betreuerin zurück. Die Rechtsbeschwerde wurde zugelassen, sodass die Betreuerin ihren ursprünglichen Antrag von monatlich 130,00 € weiterverfolgte.

 

Der Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 10. Februar 2021, Az. XII ZB 158/20

 

Der BGH schloss sich nicht der Entscheidung des Landgerichts an. Zunächst verwies der BGH auf den allgemeinen Grundsatz, dass der Betreuer nach §§ 1908i Abs. 1 Satz 1, 1836 Abs. 1 Satz 2 BGB eine Vergütung erhalte, wenn das Gericht bei der Bestellung des Betreuers festgestellt habe, dass die Betreuung berufsmäßig geführt wird.  Mehr →

18. April 2021 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Jetzt FAO-Stunden sammeln: Live-Webinar „Vermögenssorge-Spezial“

(Nächster Termin: 15.06. – 16.06.2021) So schützen Sie sich als Fachanwalt und/oder rechtlicher Betreuer vor teuren Haftungsfallen

 

Als Fachanwalt für Familienrecht und/oder rechtlicher Betreuer wissen Sie es: Die Vermögenssorge zählt zu den komplexesten Aufgabenkreisen im Betreuungsrecht. Werden rechtliche Betreuer für diesen Aufgabenkreis bestellt, unterliegen sie in ihrer Amtsausführung der Aufsicht des Betreuungsgerichts. Und sie müssen vielfältige Pflichten erfüllen. Kommen Berufsbetreuer diesen Pflichten nicht nach, können sie dafür haftbar gemacht werden! Nicht nur erfahrene Betreuungsprofis wünschen sich deshalb häufig zusätzliche fachliche Orientierung. Auch für Sie als Fachanwalt für Familienrecht ist es wichtig, zu allen Aspekten der Vermögenssorge gut und aktuell informiert zu sein. Denn nur dann können Sie beispielsweise die Interessen von Ihren Klienten angemessen vertreten.

 

Vertiefen Sie jetzt im Live-Webinar „Vermögenssorge-Spezial“ Ihre Rechtskenntnisse!

 

Mit dem Live-Webinar „Vermögenssorge Spezial“ bietet Ihnen die BeckAkademie Fernkurse eine konzentrierte 2-tägige Wissensvertiefung und Fachanwalts-Fortbildung im Aufgabenkreis Vermögenssorge an.  Mehr →

19. Januar 2021 | Kategorie: Allgemein |

Betreuungsrechtsreform auf der Zielgeraden 

Nur registrierte Berufsbetreuer erhalten ab 2023 Vergütung

 

Das Vormundschafts- und Betreuungsrecht soll grundlegend modernisiert werden. Jetzt geht das Reformvorhaben in die entscheidende Phase. Nachdem bereits der Bundesrat seine Stellungnahme zur Gesetzesvorlage des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz abgegeben hat, berät am 26. November 2020 der Bundestag in erster Lesung darüber. In Kraft treten soll das Gesetz insgesamt erst 2 Jahre nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt. Das wäre nach heutigem Stand 2023.

Die Drucksache mit der Gegenäußerung der Bundesregierung zu Stellungnahme des Bundesrats ist in einer Vorabfassung inzwischen veröffentlicht. Darin werden die meisten Änderungsvorschläge des Bundesrats abgelehnt, auch eine Verschiebung des Inkrafttretens über den 01.01.2023 hinaus. Es ist also weiterhin von einem Inkrafttreten des Reformvorhabens zu Beginn 2023 auszugehen.

Zentraler Punkt der Gesetzesreform ist die künftige Ausrichtung des Betreuungsrechts am Selbstbestimmungsgedanken der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK). Insbesondere wird hierbei klarer geregelt, dass die rechtliche Betreuung in erster Linie eine Unterstützung des Betreuten bei der Besorgung seiner Angelegenheiten sein soll. Richtschnur für das Handeln des Berufsbetreuers sind danach die Wünsche des Betreuten.

 

Berufsbetreuertage 2021

Aktuelles Betreuerwissen und Ihr persönliches Update
zur Betreuungsrechtsreform

Am 22./23 Januar 2021 in Köln – oder als LIVE-STREAM

Melden Sie sich bis zum 20. Dezember 2020 an und profitieren Sie von 20% Frühbucherrabatt

 

Zukünftig hohe Anforderungen an Qualifikation der Berufsbetreuer

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25. November 2020 | Kategorie: Aktuelles, Berufsbetreuertage |

Betreuervergütung für Heilpraktiker

Der Beruf des Heilpraktikers gilt nicht als abgeschlossene Lehre

 

Erneut beschäftigte sich der Bundesgerichtshof (BGH) mit der Frage, ob die Erlaubnis zur Ausübung des Berufs des Heilpraktikers eine abgeschlossene Lehre im Sinne von § 4 Abs. 3 Nr. 1 VBVG sei.

Der Fall: Eine Berufsbetreuerin hatte für die mittellose Betroffene die Vergütung mit einem Stundensatz von 33,50 € beantragt. Das Amtsgericht entsprach dem für die Zeit vom 24.02. bis 23.08.2018, nicht jedoch für den Zeitraum vom 24.08. bis 23.11.2018. Insoweit setzte es einen Stundensatz von 27,00 € – statt wie zuvor von 33,50 € – fest.

Es begründete seine Entscheidung, dass bei der Berufsbetreuerin nicht die Voraussetzungen für einen erhöhten Stundensatz vorliegen. Das Landgericht hatte zwei Beschwerden zu entscheiden:

Der Bezirksrevisor hatte gegen die Festsetzung der höheren Vergütung für den Zeitraum vom 24.02. bis 23.08. und die Berufsbetreuerin gegen die geringere Vergütung vom 24.08. bis 23.11.2018 Beschwerde eingelegt. Beide Beschwerden wies das Landgericht zurück. Hiergegen legten sowohl die Berufsbetreuerin als auch der Bezirksrevisor Rechtsbeschwerde ein.  Mehr →

24. November 2020 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Exklusives Einführungsseminar für angehende Berufsbetreuer – erstmals als Live-Stream

Kostenlose Schulung für Studierende der BeckAkademie Fernkurse am 6. November 2020 in München

Premiere für ein neues Seminarmodell: Das Einführungsseminar für Studierende der BeckAkademie Fernkurse am 6. November 2020 fand nicht nur als Präsenzveranstaltung statt. Erstmals wurde es auch parallel als Video-Live-Stream übertragen. So konnten – trotz Corona-Situation – alle angehenden Berufsbetreuer bestens vorbereitet in ihre Weiterbildung starten.

 

Bequem und sicher: virtuelle Weiterbildung per Video-Live-Stream (© C.H.BECK VERLAG oHG)

 

Das eintägige Schulungsseminar wurde exklusiv für Studierende der BeckAkademie Fernkurse entwickelt. Es unterstützt angehende Berufsbetreuer dabei, ihr Fernstudium zum zertifizierten Berufsbetreuer oder Vereinsbetreuer erfolgreich zu absolvieren. Denn erfahrungsgemäß haben die Teilnehmer am Anfang des Studiums viele Fragen: Wie löse ich meine Einsendeaufgaben optimal? Wie zitiere ich Quellen korrekt? Und wie werden Genehmigungsfälle richtig bearbeitet. Gerade Nicht-Juristen fällt oft die Bearbeitung rechtlicher Einsendeaufgaben und Hausarbeiten schwer.  Mehr →

23. November 2020 | Kategorie: Abschlussprüfung, Aktuelles, Erfahrungsbericht |

Rückzahlung überzahlter Betreuervergütung

So schützen Sie sich vor Erstattungsansprüchen

 

Der Fall: Die Berufsbetreuerin wurde mit Beschluss vom 26.02.2016 zur Berufsbetreuerin bestellt. Die Betreuung wurde durch Beschluss des Amtsgerichts vom 06.03.2018 wieder aufgehoben. Die Berufsbetreuerin hatte für die Zeit vom 26.02.2016 bis 26.08.2016 eine Vergütung auf der Grundlage eines erhöhten Stundensatzes (44,00 €) in Höhe von 1.650,00 € erhalten. Aufgrund ihres weiteren Antrags bezog sie für die Zeit vom 27.08.2016 bis 26.02.2017 1.320,00 € – Vergütung wiederum nach einem Stundensatz von 44,00 €. Mehr →

16. November 2020 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Betreuervergütung

Angestelltenlehrgang II berechtigt nicht zur höchsten Vergütungsstufe

Die Betreuerin hatte berufsbegleitend eine Fortbildung im „Angestelltenlehrgang II“ absolviert. Sie beanspruchte die höchste Vergütungsstufe und vertrat die Auffassung, ihre Ausbildung sei mit einer abgeschlossenen Hochschulausbildung i. S. v. § 4 Abs. 3 Nr. 2 VBVG vergleichbar.

 

Der Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11.12.2019, Az. XII ZB 258/19

Die Entscheidung des Landgerichts, dass die berufsbegleitende Fortbildung in dem „Angestelltenlehrgang II“ nach Art und Umfang nicht mit einer Hochschulausbildung vergleichbar sei, bestätigte der Bundesgerichtshof und wies die Rechtsbeschwerde zurück.

Er stützte seine Entscheidung auf verschiedene Kriterien: Mehr →

15. November 2020 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Wie Sie als Berufsbetreuer mit Haftungsfallen sicher umgehen

Haftungsrisiken im Betreuungsalltag erkennen und vermeiden

Als rechtlicher Betreuer unterliegen Sie in Ihrer Amtsausübung zahlreichen Haftungsrisiken, etwa im Bereich der Vermögenssorge oder der Heilbehandlung im Rahmen der Personensorge.

Die genaue Kenntnis der Haftungstatbestände hilft Ihnen dabei, mögliche Haftungsfallen frühzeitig zu erkennen und Schäden zu vermeiden. In den zertifizierten Weiterbildungsangeboten der BeckAkademie Fernkurse ist die Betreuerhaftung daher ein wichtiger Kernbereich.

Sind Unkorrektheiten im Betreuungsalltag an der Tagesordnung?

„Die Betreuungsfalle: hilflos, ausgenutzt, betrogen?“ – so lautete im vergangenen Jahr der Titel einer bekannten TV-Talkrunde. Auch Printmedien machen immer wieder mit ähnlichen Schlagzeilen auf: „Berufs-Betreuer prellt Rentner (83) um mehr als 10.000 Euro“ (Express), „Berufsbetreuerin soll Klienten ausgenommen haben“ (Welt), „Betreuerin prellt schwerbehinderte Frau“ (Sächsische Zeitung) oder „Betreuer veruntreut Goldmünzen“ (Generalanzeiger). Die Berichterstattung erweckt fast den Eindruck, dass Betrug im bei der Betreuung von Hilfsbedürftigen an der Tagesordnung zu sein scheint.

Schaut man sich jedoch die Statistik der tatsächlich bekannt gewordenen Haftungsfolgen straf- oder zivilgerichtlicher Art an, ergibt sich ein anderes Bild. Angesichts 1,4 Millionen in unter rechtlicher Betreuung stehender Menschen in Deutschland machen Unkorrektheiten nur eine sehr geringe Zahl aus. Sicherlich gibt es auch unter Berufsbetreuern schwarze Schafe. Verfehlungen Einzelner werden jedoch häufig zu Unrecht verallgemeinert.

Denn die Mehrheit der Berufs- und Vereinsbetreuer übt ihre anspruchsvolle Aufgabe verantwortungsbewusst und zum Wohle ihrer Klienten aus.

Rechtliche Betreuung ist eine anspruchsvolle Aufgabe

Als beruflicher Betreuer müssen Sie eine Fülle von Kompetenzen in Ihren Betreueralltag einzubringen. In der Ausübung Ihrer Aufgabe unterliegen Sie zahlreichen Haftungsrisiken. Sind Ihnen umfangreichen gesetzlichen Vorschriften nicht ausreichend bekannt, laufen Sie Gefahr, aufgrund haftungsrelevanter Pflichtverletzungen mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Gute rechtliche Kenntnisse, vom bürgerlichen Recht und Verfahrensrecht bis zum Sozialrecht, sind deshalb zwingend notwendig. Mehr →

22. Juni 2020 | Kategorie: Berufsbetreuertage |

Neues Webinar für angehende Berufsbetreuer erfolgreich gestartet

Virtueller Crashkurs „Rechtliche Betreuung als Beruf“ vermittelt Berufseinsteiger/Innen“ wichtiges Basiswissen

 

„Es war für uns eine neue, aber sehr positive Erfahrung.“ So lautet das gemeinsame Fazit von Teilnehmern und Dozenten des ersten Live-Webinars „Rechtliche Betreuung als Beruf“ der BeckAkademie Fernkurse. Das Team des Fernkursanbieters hatte die neue digitale Weiterbildungslösung für Berufseinsteiger kurzfristig entwickelt, nachdem die Corona-Pandemie Präsenzunterricht unmöglich gemacht hatte. Inzwischen fand das – stets komplett ausgebuchte – Webinar bereits dreimal statt, weitere Termine sind buchbar.

Alle Interessierten nahmen live teil – ganz entspannt von zuhause aus. Denn das Webinar „Rechtliche Betreuung als Beruf“ – Crashkurs Basiswissen für Einsteiger/Innen“ verknüpft in idealer Weise die Vorteile des virtuellen Unterrichts mit denen eines Präsenzseminars. Die Teilnehmer sparten auf diese Weise nicht nur Reisekosten, sondern vermieden auch den in Corona-Zeiten unerwünschten Seminartourismus.

 

„Hat mir sehr gut gefallen und auch weitergebracht.“  Beate Koenig Mehr →

16. Juni 2020 | Kategorie: Aktuelles |

Aktuelle Studie untersucht Vermögensdelikte von Berufsbetreuern

Warum Schlussrechnung, Vermögensverzeichnis & Co. für Sie als Berufsbetreuer unverzichtbar sind

 

„Gelegenheit macht Diebe“: Dieses deutsche Sprichwort beschreibt treffend das Ergebnis einer aktuellen Studie* zu „Vermögensdelikten in Betreuungsverhältnissen“. Im Fokus der Untersuchung standen Straftaten, die aus der Vertrauenspositionen zwischen Betreutem und Berufsbetreuer heraus erfolgen. Bislang waren Fälle, in denen ehrenamtliche oder berufsmäßig tätige Betreuer betreute Personen ausnutzten, um sich persönlich zu bereichern, nicht systematisch analysiert worden.

Die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geförderte Studie widmete sich dem Feld Vermögensdelikte aus kriminologischer Sicht. Ziel der Studie war es, die Strukturen von Tatgelegenheiten aufzudecken, Tathintergründe zu analysieren, Kontrollmechanismen zu überprüfen und Möglichkeiten der Prävention zu erarbeiten.

Die Untersuchung wurde unter Federführung von Prof. Dr. Bernd-Dieter Meier, (Leibniz Universität Hannover, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie) und Prof. Dr. Thomas Görgen (Deutsche Hochschule der Polizei in Münster, Fachgebiet Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention) durchgeführt.

Die Ergebnisse der Studie „Vermögensdelikte in Betreuungsverhältnissen“ zeigen, dass es insgesamt zwar unter den Betreuern nur wenige schwarze Schafe gibt, die ihre Vertrauensposition ausnutzen. Die Studie deckt allerdings auch auf, dass das Betreuungsrecht Betreuern überraschend viele Möglichkeiten zur Begehung von vermögensrechtlichen Straftaten lässt.

Die Bestellung für den Aufgabenkreis der Vermögenssorge stellt demnach für Betreute wie auch für Berufsbetreuer ein Risiko dar.
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17. April 2020 | Kategorie: Aktuelles |

Süchtige Betreute – Dilemma für Berufsbetreuer

Suchthilfesystem in Deutschland auf dem Prüfstand

Wer als Berufsbetreuer/in bereits jüngere süchtige Menschen zu betreuen hatte, kennt das Dilemma: An einem Tag hat man einen vernünftig handelnden Menschen vor sich, am nächsten Tag eine Person, die Erklärungen abgibt oder Handlungen tätigt, deren Tragweite sie selbst nicht absehen kann.

Wenn der süchtige Betreute, nachdem eine Betreuung eingerichtet worden ist, dennoch ohne seinen Betreuer handelt, bleibt nichts anderes übrig, als im Einzelfall zu beurteilen, ob die von ihm abgegebenen Erklärungen wirksam sind. Kann der Süchtige Wesen, Bedeutung und Tragweite des Ganzen einsehen und sein Handeln danach ausrichten?

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Bestellung eines Betreuers nicht länger als notwendig dauern darf (§ 1908d Abs. 1 BGB). Die Anordnung der Betreuung wird daher voraussichtlich aufgehoben, sobald die Voraussetzungen wegfallen sind bzw. nicht mehr vorliegen. Spätestens nach sieben Jahren muss das Gericht erneut entscheiden, und zwar über die Aufhebung oder Verlängerung der Betreuung. Dass damit noch mehr Unsicherheit für Sie in der Betreuung von Süchtigen hinzukommt, liegt auf der Hand.

Süchtige Personen in der Betreuung – wertvolle Gratis-Downloads

Veranstaltungen zum Thema Sucht und Betreuungsrecht stellen immer wieder die Frage in den Mittelpunkt, warum das Suchthilfesystem in Deutschland so vielen Menschen nicht die Hilfe, die sie benötigen, zusichert. Verbesserungen in der Versorgung Abhängiger sollen mit Mehr →

11. April 2020 | Kategorie: Allgemein, Formulare |

Betreuungsformulare – zeitsparend zum Ankreuzen

Nutzen auch Sie diese Ankreuzformulare für Ihre rechtliche Betreuung

Viele Teilnehmer der BeckAkademie kennen ihn. Jörg Staatsmann ist Studienleiter des Fernkurs für fortgeschrittene Berufsbetreuer sowie Dozent der BeckAkademie Fernkurse. Was viele nicht wissen: Der Richter am Amtsgericht Montabaur hat eine weitere Leidenschaft: Er entwickelt Betreuungsformulare, die die rechtliche Betreuung erleichtern und den Weg durch die Gerichte und Behörden beschleunigen sollen.

Wie kam es dazu? In seiner Tätigkeit als Betreuungsrichter erlebt der Betreuungsrechtsexperte Jörg Staatsmann regelmäßig große rechtliche Unsicherheiten der ehrenamtlichen Betreuer beim Umgang mit dem Betreuungsgericht. Die Formulare und Musteranträge des Richters und Dozenten der BeckAkademie Fernkurse sind speziell für Betreuer entwickelt worden. Da er diese Unsicherheiten auch in Institutionen bemerkt, fertigt er auch passende Formulare für Hausärzte, Altenheime und Krankenhäuser an.

Betreuungsrecht: Formulare ankreuzen – fertig!

Die speziellen Ankreuzformulare von Jörg Staatsmann sollen für die Betreuer eine praktische Arbeitshilfe sein. Mehr →

30. März 2020 | Kategorie: Allgemein |

Abschlussprüfung zum zertifizierten Berufsbetreuer

Eine tolle Leistung! 14 Studierende der BeckAkademie Fernkurse absolvierten erfolgreich ihre Prüfung zur/m zertifizierten Vereins-/Berufsbetreuer(in) in Siegburg bei Köln, Februar 2020

 

Das gesamte Team der BeckAkademie Fernkurse gratuliert sehr herzlich!

 

Die erfolgreichen Studierenden der Fernlehrgänge für Berufsbetreuer der BeckAkademie Fernkurse zusammen mit den Referenten und Prüfern der BeckAkademie Fernkurse (v. l. n. r.): Dr. med. Annette Haring, Betreuungsrichter Jörg Staatsmann, Prof. Dr. jur. Rolf Jox, 14./15.02.2020 in Siegburg bei Köln (© C.H.BECK VERLAG oHG))

 

Am 14. und 15. Februar 2020 fanden wieder die Prüfungstage der BeckAkademie Fernkurse statt. Zwölf angehende Berufsbetreuer aus ganz Deutschland kamen nach Siegburg bei Köln, um ihre Abschlussprüfung zum(r) zertifizierten Vereins-/Berufsbetreuer(in) abzulegen.

 

Die zweitägige Veranstaltung umfasst die eigentliche Prüfung sowie ein umfassendes Repetitorium (Crash-Kurs) am Vortag. Dieses Zusatzangebot der BeckAkademie Fernkurse hat sich bereits vielfach in der Praxis bewährt. Fundierte Wissensfestigung, gemeinsame Motivation und der Abbau von Prüfungsängsten waren auch dieses Mal die angestrebten Ziele. Das moderne Tagungshaus des Katholisch-Sozialen Instituts bot den idealen Rahmen für eine angenehme Arbeits- und Prüfungsatmosphäre.

Tag 1 – Optimal vorbereitet dank Repetitorium mit Fachexperten

Den Auftakt der Prüfungstage am 14./15. Februar 2020 bildete das Repetitorium. In diesem Crash-Kurs wurden die Prüfungskandidaten durch die erfahrenen Dozenten der BeckAkademie Fernkurse gezielt auf das bestvorstehende Examen vorbereitet. Das vorhandene Fachwissen wurde noch einmal gründlich wiederholt, vertieft und ergänzt.

Auf dem Programm standen die Themengebiete Bürgerliches Recht, Betreuungsrecht, Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen sowie sozialpsychiatrische und psychologische Grundlagen. So wurden alle relevanten Bereiche systematisch abgedeckt und etwaige Wissenslücken geschlossen.

Besonders vorteilhaft ist der kleine Teilnehmerkreis im Repetitorium, der ein intensives Arbeiten in persönlicher Lernatmosphäre ermöglicht. So konnten die Dozenten auch komplexe Zusammenhänge strukturiert vermitteln und auf aufkommende Detailfragen eingehen. Die Pausen zwischen den Schulungseinheiten nutzen die Teilnehmer, um das Gelernte „sacken zu lassen“ und sich untereinander auszutauschen.

Prof. Dr. jur. Rolf Jox vertieft die Fachkenntnisse im Sozialrecht (© C.H.BECK VERLAG oHG)

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14. März 2020 | Kategorie: Abschlussprüfung, Erfahrungsbericht |

LIVE-WEBINAR „Krisenintervention bei psychiatrischen Notfällen“ – Psychiatrisches Wissen für Rechtsanwälte und rechtliche Betreuer

(Nächster Termin: 22.03.2021, 09:30 bis 11:00 Uhr) Wie Sie als Rechtsanwalt oder rechtlicher Betreuer bei psychiatrischen Notfällen richtig reagieren, um Gefahren für die Gesundheit Ihres Mandanten und anderer Personen abzuwenden

 

Suizidgefahr, Aggression, Verwirrtheit oder Gewalttätigkeit: Wurden Sie als Rechtsanwalt oder rechtlicher Betreuer auch schon einmal mit einer psychischen Krise Ihres Mandanten konfrontiert? Dann wissen Sie eines: Diese Situation erfordert ein unmittelbares Eingreifen – schnelle „Erste Hilfe“ ist gefragt. Denn häufig besteht Lebensgefahr oder die Möglichkeit schwerwiegender Folgen; beispielsweise bei Suizidversuchen oder -plänen, hochgradigen Erregungszuständen, Aggressivität, Gewalttätigkeit oder schwerer Intoxikation.

Gerade Sie als Rechtsanwalt oder rechtlicher Betreuer sind jetzt besonders gefordert. Sie müssen die meist unübersichtliche Situation richtig einschätzen; Sie müssen umgehend handeln und zum Beispiel entsprechende medizinische oder therapeutische Hilfe organisieren.

Wie aber erkennen Sie die Warnzeichen für eine Krise? Und auf welche Weise können Sie als Rechtsanwalt bei psychiatrischen Notfällen überhaupt professionell „Erste Hilfe“ leisten?

Im Live-Webinar „Krisenintervention bei psychiatrischen Notfällen“ gibt Ihnen Dr. med. Annette Haring Antworten auf diese Fragen. Die renommierte Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie zeigt Ihnen, wie Sie betroffene Mandanten koordiniert und souverän unterstützen können. Mehr →

09. März 2020 | Kategorie: Allgemein |

Vorsicht bei der Vermögenssorge – hier können Berufsbetreuer leicht in Haftungsfallen tappen

Paragraph Urteil DBetreuungsrichter oder Verfahrenspfleger schützen nicht vor Schadensersatzansprüchen gegen Betreuer

Wenn Ihr Betreuter Eigentümer von Grundbesitz ist, sind Sie verpflichtet, vor Abschluss des notariellen Grundstückskaufvertrages etwaige Risiken zu prüfen. Im vorliegenden, vom Oberlandesgericht (OLG) Hamm (Urteil OLG Hamm vom 30.09.2013, Az. 13 U 6/12) entschiedenen Fall hatte ein Betreuer es versäumt zu prüfen, ob durch die Veräußerung von Teilstücken der Grundbesitz seines Betreuten die Eigenschaft einer Eigenjagd im Sinne von § 7 BJagdG verliert.

Der klagende Betreute nahm den beklagten Berufsbetreuer auf Schadensersatz wegen einer Pflichtverletzung ihm gegenüber in Anspruch.

 

So schützen Sie sich als Berufsbetreuer vor teuren Haftungsfallen

Gewinnen Sie im Live-Webinar „Vermögenssorge Spezial und Betreuerhaftung“ mehr Rechtssicherheit für Ihre Betreuungsarbeit!

>> Melden Sie sich jetzt bei unserem neuen Live-Webinar „Vermögenssorge Spezial und Betreuerhaftung“ an. >>

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07. März 2020 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

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