Kostenfreie Schulung für angehende Berufsbetreuer

Exklusiv nur für Teilnehmer der BeckAkademie Fernkurse

 

„Die Organisation und Durchführung des Seminars war sehr gut. Nochmals besten Dank.“„Sehr hilfreich.“ – So urteilen Teilnehmer und angehende Berufsbetreuer über das kostenfreie Schulungsseminar. Mit dieser Schulungsmaßnahme möchten wir die Motivation der Teilnehmer an unseren Fernkursen erhöhen, die nächsten Einsendeklausuren zu lösen und zur Korrektur einzureichen, um erfolgreich zur Abschlussprüfung anzutreten.

 

Prof. Dr. Rolf Jox mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schulungsseminars der BeckAkademie Fernkurse (© C.H.BECK VERLAG oHG)

 

Aus dem Inhalt des Schulungsseminars

Nach der Begrüßung durch Stephanie Kreuzhage, Leiterin der BeckAkademie Fernkurse, steigt Professor Dr. jur. Rolf Jox gleich mitten ins Thema ein. Der pädagogische Studienleiter der BeckAkademie Fernkurse bespricht mit den Teilnehmern den generellen Umgang mit juristischen Fragestellungen und stellt die wichtige Subsumtionstechnik vor. Weiter geht es mit der Übernahme von Fremdtexten, dem richtigen Zitieren in den eigenen Antworten, damit eine Einsendeklausur nicht aus Versehen zum Plagiat wird. Mehr →

08. Juni 2018 | Kategorie: Lerntipps |

Bachelor Berufsbetreuer: Start Sommersemester 2018 mit 30 neuen Studenten

Online-Auftaktveranstaltung: Erstsemester fragen, Studienleitung antwortet

Wir sind beeindruckt, liebe Berufsbetreuer, denn auch das Sommersemester 2018 unseres Fernstudiengangs Bachelor Berufsbetreuer ist am 31. März 2018 ist mit rund 30 neu eingeschriebenen Studenten wieder gestartet. Lesen Sie hier, wie die Online-Auftaktveranstaltung für die Erstsemester am 19. April 2018 verlief und was die Studiengangsleitung und Studenten während der Video-Konferenz zu sagen hatten:

Per Online-Videoschaltung wurden die Erstsemester des Sommersemesters 2018 herzlich und „live“ von der Studiengangsleiterin Prof. Dr. jur. Sabine Mönch-Kalina und Studiengangskoordinatorin Annika Herzberg von der Hochschule Wismar/WINGS zusammen mit Stephanie Kreuzhage, Leiterin der BeckAkademie Fernkurse begrüßt.

Prof. Dr. Mönch-Kalina, Annika Herzberg und Stephanie Kreuzhage bei der Online-Auftaktveranstaltung für Erstsemester Sommersemester 2018

 

„Sie studieren ein Fernstudium und da ist eine gewisse Ferne nicht zu vermeiden!“

Mit diesen Worten eröffnete Sabine Mönch-Kalina gegen 18 Uhr die Online-Auftaktveranstaltung zum Fernstudium Bachelor Berufsbetreuer. Zunächst wurde eine übersichtliche Präsentation mit Angaben zu den drei Ansprechpartnern samt Kontaktdaten sowie den Eckdaten des Fernstudiums Bachelor Berufsbetreuer auf dem Bildschirm gezeigt. Danach standen die drei etwa eine Stunde lang den Erstsemestern Rede und Antwort. Diese hatten sich nach und nach zugeschaltet und verfolgten die Einführung mit regem Interesse. Mehr →

03. Juni 2018 | Kategorie: Hochschule Wismar |

Wie relevant die neue DSGVO für Berufsbetreuer ist

Worauf Sie bei der Datenverarbeitung achten müssen

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) tritt am 25. Mai 2018 in Kraft und hat auch Auswirkungen aufs Betreuungsbüro, sowohl im Rahmen des sachlichen als auch des räumlichen Anwendungsbereichs. Doch was genau müssen Sie als Berufsbetreuer spätestens beachten, wenn das Gesetz in Kraft tritt und das Bundesdatenschutzgesetz ausgedient hat?

Zugegeben, wir können Ihnen hier keine Rechtsberatung, nur eine Hilfestellung zum komplexen Thema DSGVO bieten. Die einzelnen Punkte innerhalb der Verordnung müssen Sie individuell anpassen. Dieser Artikel dient Ihnen der Information und greift wichtige Punkte für Berufsbetreuer als Einzelpersonen und für Betreuungsbüros heraus – ohne Gewähr auf Vollständigkeit.

Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung

 

Nutzen Sie als erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung unser Sofortmaßnahmen-Paket für Unternehmen und Vereine (63 Seiten, 5,50 €).  Mit allem, was mittelständische Unternehmer oder Vereinsvorsitzende zur DSGVO wissen müssen. Unternehmen sind persönliche Daten von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten anvertraut. Unterlagen von Vereinen bieten tiefe Einblicke in die privaten Verhältnisse von Mitgliedern. Der gute Ruf von Unternehmensinhabern und Vereinsvorsitzenden steht auf dem Spiel, wenn sie die Vorgaben des Datenschutzes nicht beachten oder erst gar nicht kennen. Hier erfahren Sie, was jetzt zu tun ist. Auch als ebook erhältlich.

Wann greift die DSGVO in der rechtlichen Betreuung?

Vereinfacht gesagt greift die Verordnung, sobald Sie Daten der von Ihnen betreuten Personen speichern bzw. dies vorhaben.

a) Daten in elektronischer Form: Das passiert, sobald Berufsbetreuer im Rahmen ihrer Tätigkeit ganz oder teilweise eine automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten sowie die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten in einem Dateisystem speichern oder speichern wollen. Genau dann werden sie vom sachlichen Anwendungsbereich der EU-DSGVO erfasst. Mehr →

25. Mai 2018 | Kategorie: Praxisfälle aus der Betreuung |

Zur Betreuerauswahl bei Verlängerung einer Betreuung

Auch die Auswahl des Betreuers steht auf dem Prüfstand

Selbst wenn das Beschwerdegericht zum Ergebnis kommt, dass eine Betreuung zu Recht angeordnet und verlängert wurde, muss es zwingend in einem zweiten Schritt die Betreuerauswahl überprüfen.

Der Fall: Der 60-jährige Betroffene leidet an einer monopolaren affektiven manischen bzw. submanischen Störung. Seit November 2014 ist für ihn eine Betreuung u. a. für die Gesundheitssorge, die Aufenthaltsbestimmung, die Vermögenssorge und andere Aufgabenkreise einschließlich eines Einwilligungsvorbehalts für die Vermögenssorge angeordnet worden.

Das Verfahren auf Verlängerung der Betreuung nahm der Betroffene zum Anlass, die Aufhebung der Betreuung und hilfsweise die Bestellung seiner Schwester, gegebenenfalls gemeinsam mit seiner Ehefrau als ehrenamtliche Betreuerin zu begehren. Das Amtsgericht hat mit Beschluss vom 18.11.2016 die Betreuung verlängert, teilweise die Aufgabenkreise reduziert, jedoch den Beteiligten zu 1) zum neuen Berufsbetreuer und den Beteiligten zu 2) zum berufsmäßigen Ersatzbetreuer bestellt.

Das Landgericht wies die hiergegen gerichtete Beschwerde des Betroffenen zurück. Der Betroffene legte nun Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) ein. Mehr →

02. Mai 2018 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Einholung eines neuen Sachverständigengutachtens

Anhörung des Betroffenen unverzichtbar

Die persönliche Anhörung eines Betroffenen beruht auf der Verfahrensregel des § 26 FamFG. Das rechtliche Gehör ist sogar im Grundgesetz (GG) – Art. 103 Abs. 1 GG – festgelegt. Das Betreuungsgericht muss nach § 26 FamFG von Amts wegen die erforderlichen Ermittlungen durchführen. Wenn das Gericht ein neues Sachverständigengutachten einholt und dieses Gutachten als Tatsachengrundlage für seine Entscheidung heranziehen will, muss der Betroffene unbedingt gehört werden.

Der Fall: Für den Betroffenen – der an einer chronischen Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis leidet – besteht seit 2009 eine Betreuung. Sie umfasst sehr viele Aufgabenkreise, u. a. die Gesundheits- und Vermögenssorge, die Aufenthaltsbestimmung, Wohnungsangelegenheiten etc. Für die Vermögenssorge besteht zudem ein Einwilligungsvorbehalt.

Nachdem das Amtsgericht einen Betreuerwechsel angeordnet hatte, erklärte der Betroffene, eine Betreuung sei für ihn nicht erforderlich. Das Amtsgericht wertete diesen Antrag im Sinne einer Aufhebung der Betreuung und gab dem Gesuch nach Anhörung des Betroffenen nicht statt.

Die hiergegen gerichtete Beschwerde des Betroffenen wies das Landgericht nach Einholung eines Sachverständigengutachtens ohne erneute persönliche Anhörung des Betroffenen zurück. Der Betroffene legte Beschwerde zum Bundesgerichtshof (BGH) ein. Mehr →

20. April 2018 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Süchtige Betreute – Dilemma für Berufsbetreuer

Suchthilfesystem in Deutschland auf dem Prüfstand

Wer als Berufsbetreuer/in bereits jüngere süchtige Menschen zu betreuen hatte, kennt das Dilemma: An einem Tag hat man einen vernünftig handelnden Menschen vor sich, am nächsten Tag eine Person, die Erklärungen abgibt oder Handlungen tätigt, deren Tragweite sie selbst nicht absehen kann.

Wenn der süchtige Betreute, nachdem eine Betreuung eingerichtet worden ist, dennoch ohne seinen Betreuer handelt, bleibt nichts anderes übrig, als im Einzelfall zu beurteilen, ob die von ihm abgegebenen Erklärungen wirksam sind. Kann der Süchtige Wesen, Bedeutung und Tragweite des Ganzen einsehen und sein Handeln danach ausrichten?

Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Bestellung eines Betreuers nicht länger als notwendig dauern darf (§ 1908d Abs. 1 BGB). Die Anordnung der Betreuung wird daher voraussichtlich aufgehoben, sobald die Voraussetzungen wegfallen sind bzw. nicht mehr vorliegen. Spätestens nach sieben Jahren muss das Gericht erneut entscheiden, und zwar über die Aufhebung oder Verlängerung der Betreuung. Dass damit noch mehr Unsicherheit für Sie in der Betreuung von Süchtigen hinzukommt, liegt auf der Hand.

Süchtige Personen in der Betreuung – wertvolle Gratis-Downloads

Veranstaltungen zum Thema Sucht und Betreuungsrecht stellen immer wieder die Frage in den Mittelpunkt, warum das Suchthilfesystem in Deutschland so vielen Menschen nicht die Hilfe, die sie benötigen, zusichert. Verbesserungen in der Versorgung Abhängiger sollen mit Mehr →

11. April 2018 | Kategorie: Formulare, Praxisfälle aus der Betreuung |

Abschlussprüfung zum zertifizierten Berufsbetreuer – Februar 2018

Bericht über Vorbereitungstag und Abschlussprüfung zum(r) geprüften Vereins-/Berufsbetreuer(in)

(v. l. n. r.): Prof. Dr. jur. Rolf Jox, VPräsOLG a.D. Peter Winterstein, Dr. med. Annette Haring mit Absolventen der Fernlehrgänge Rechtliche Betreuung der BeckAkademie Fernkurse, 23./24. Februar 2018 in Hamburg.

 

Zwei Fernkurse, eine Prüfung: Mitte Februar 2018 war es wieder soweit. Die Teilnehmer des Fernkurs für zertifizierte Vereins-/Berufsbetreuung und des Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat fuhren diesmal an die Nordseeküste nach Hamburg zur Abschlussprüfung. Lesen Sie hier, wie die Kursteilnehmer/Innen ihr Fernstudium bei der Beck Akademie FERNKURSE bewältigt haben und welche Ziele sie nun mit ihrem erreichten Abschluss verfolgen.

Viele lernintensive Monate hatten sich die Teilnehmer/Innen auf ihr Ziel, zertifizierter Berufsbetreuer oder Vereinsbetreuer zu werden, vorbereitet. Nun war es soweit, die Prüfungsvorbereitung und die eigentliche Abschlussprüfung standen bevor.

Repetitorium (Crash-Kurs) und Get2Gether mit gemeinsamen Abendessen – Tag 1

Das Zusatzangebot der BeckAkademie Fernkurse dauert einen Tag lang: Als sich die Prüfungsteilnehmer/Innen am Freitag zum Repetitorium (Crash-Kurs) im Commundo Tagungshotel Hamburg einfanden, lernten sie auch die anderen Teilnehmer und die Referenten des Fernkurses persönlich kennen.

Der Crash-Kurs soll das erlernte Wissen nicht nur festigen, sondern auch offene Fragen klären. Die gemeinsame Motivation und der Abbau von Prüfungsängsten war auch dieses Mal das angestrebte Ziel. Mehr →

09. April 2018 | Kategorie: Abschlussprüfung, Erfahrungsbericht |

Gezahlte Betreuervergütung kann nicht zurückgefordert werden

Berufsbetreuer können sich auf Vertrauensschutz berufen

Wenn Rechtspfleger oder Bezirksrevisoren bei einem Vergütungsantrag feststellen, dass Ihnen als Berufsbetreuer in der Vergangenheit zu Unrecht eine höhere Vergütungsstufe anerkannt worden ist, kann das für Sie sehr teuer, um nicht zu sagen, existenzgefährdend werden. Dieser gängigen Praxis hat nun eine „kleine“ Entscheidung widersprochen, was allerdings für Berufsbetreuer enorm wichtig sein dürfte.

Laut Beschluss des Amtsgerichts (AG) Marsberg vom 19.12.2017 (Az. 2 XVII 45/11 H) wird ein ergangener Beschluss des gleichen Amtsgerichts zugunsten einer Berufsbetreuerin abgeändert, in dem es um die Rückforderung einer bereits gezahlten Betreuervergütung ging.

Zusammengefasst handelte es sich um die Rückforderung eines Unterschiedsbetrag von 499,20 €. Diesen Betrag sollte die Berufsbetreuerin an die Landeskasse zurückzuzahlen. Nach dem Beschluss des Amtsgerichts Marsberg wird der Betrag stattdessen auf 187,20 € festgesetzt und die Erinnerung zurückgewiesen. Zusammen mit dem Widerspruch stellt das Gericht gleichzeitig etwas Wichtiges klar: Berufsbetreuer können sich generell auf Vertrauensschutz berufen. Mehr →

03. April 2018 | Kategorie: Praxisfälle aus der Betreuung, Urteile |

Zur Unbetreubarkeit

Wenn der Betroffene den Kontakt mit dem Berufsbetreuer verweigert

An der Erforderlichkeit einer Betreuung kann es im Einzelfall fehlen, wenn der Betroffene jeden Kontakt mit seinem Betreuer verweigert und der Berufsbetreuer dadurch handlungsunfähig ist, wodurch eine Unbetreubarkeit vorliegt. Bei der Annahme einer solchen Unbetreubarkeit ist allerdings Zurückhaltung geboten. Wenn der Betroffene eine Betreuung wünscht, das Gericht jedoch diese wegen Unbetreubarkeit des Betroffenen aufhebt, so muss das Gericht notfalls einen Betreuerwechsel vornehmen.

Der Fall: Für den 1990 geborenen Betroffenen wurde mit Beschluss des Amtsgerichts vom 22. März 2016 eine Berufsbetreuerin für umfassende Aufgabenkreise, u. a. Vermögenssorge, Wohnungsangelegenheiten, Vertretung gegenüber Versicherungen und Renten- sowie Sozialleistungsträgern angeordnet. Es gab jedoch Schwierigkeiten in der Betreuungsführung zwischen dem Betroffenen, seiner Mutter und der Berufsbetreuerin.

Schließlich hob das Amtsgericht die Betreuung auf, da der Betroffene nicht „betreuungsfähig“ sei. Nachdem das Landgericht die hiergegen gerichtete Beschwerde des Betroffenen zurückwies, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) über die Rechtsbeschwerde des Betroffenen. Mehr →

26. März 2018 | Kategorie: Corinna Hell, Praxisfälle aus der Betreuung, Urteile |

Zur Betreuerauswahl: Nahe Verwandte haben Vorrang

Bei gewichtigen Gründen kann aber ein Berufsbetreuer vorgezogen werden

Hat ein Betroffener einen nahen Verwandten, zu dem er eine persönliche Bindung unterhält, als seinen rechtlichen Betreuer benannt, kann dieser nur dann zugunsten eines Berufsbetreuers übergangen werden, wenn gewichtige Gründe des Wohls des Betroffenen der Bestellung des nahen Verwandten entgegenstehen.

 

Der Fall: Für die Betroffene, die aufgrund einer Conterganschädigung gehörlos ist, wurde ihre Mutter 2007 als Betreuerin eingesetzt. Nur soweit es ein Zwangsversteigerungsverfahren und Postangelegenheiten (mit Ausnahme der Post des Betreuungsgerichts) betraf, wurde eine andere rechtliche Betreuerin bestellt. 2008 übertrug das Amtsgericht dieser Betreuerin auch die vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Trotz der Beschwerde der Betroffenen hat das Landgericht eine Berufsbetreuerin für den Aufgabenkreis der Vermögenssorge statt der Mutter der Betroffenen bestellt. Hiergegen wendet sich die Betroffene mit ihrer Rechtsbeschwerde an den Bundesgerichtshof (BGH).

Der Beschluss des BGH vom 19.07.2017, Az. XII ZB 390/16

Zunächst wies der BGH darauf hin, dass die Beschränkung der Rechtsbeschwerde auf die Betreuerauswahl zulässig sei. Da die Betreuerauswahl nicht rechtsfehlerfrei erfolgt sei, ist die Rechtsbeschwerde begründet. Mehr →

15. März 2018 | Kategorie: Corinna Hell, Praxisfälle aus der Betreuung, Urteile |

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