Neues Live-Webinar für angehende Berufsbetreuer

Weiterbildung im Home-Office: Einführungs-Webinar „Rechtliche Betreuung als Beruf“

Noch immer hat das Virus namens COVID-19 unseren Alltag fest im Griff. Wir alle sollen soziale Kontakte minimieren – privat wie beruflich. Das Ende von „Home-Office“ ist noch lange nicht in Sicht.

Wäre es da nicht sinnvoll, freigewordene Kapazitäten zu nutzen und ein wenig Zeit in die eigene berufliche Weiterentwicklung zu investieren? Vielleicht haben Sie sogar schon einmal darüber nachgedacht, sich beruflich neu zu orientieren, um Ihre Karrierechancen zu verbessern? Wir von der BeckAkademie Fernkurse möchten Sie bei Ihren beruflichen Plänen unterstützen. Deshalb haben wir für die „Tage@Home“ ein neues digitales Weiterbildungsangebot entwickelt.

Unser neues Live-Webinar „Rechtliche Betreuung als Beruf – Crashkurs Basiswissen für Einsteiger/Innen“ richtet sich speziell an Berufsanfänger.


Starten Sie jetzt von zuhause aus in den spannenden Beruf als rechtliche Betreuerin oder rechtlicher Betreuer

Sie interessieren sich für den Beruf des rechtlichen Betreuers? Sie wissen aber nicht genau, welche fachlichen oder persönlichen Anforderungen Sie erfüllen müssen? Sie fragen sich, ob Berufsbetreuer/in oder Vereinsbetreuer/in zu sein wirklich die richtige Wahl für Sie ist? Oder Sie benötigen mehr fachliche Sicherheit, um Ihre ersten Betreuungsfälle zu übernehmen?

Mit unserem neuen Live-Webinar „Rechtliche Betreuung als Beruf – Crashkurs Basiswissen für Einsteiger/Innen“ bieten wir Ihnen eine praxisorientierte Entscheidungshilfe und unterstützen Sie bei Ihren ersten Schritten in diesen neuen Beruf. In nur fünf Tagen Blockunterricht erhalten Sie einen kompakten und strukturierten Überblick über das vielseitige Tätigkeitsfeld des Berufsbetreuers oder Vereinsbetreuers. Sie erfahren, wie Sie den Start in Ihren neuen Beruf erfolgreich meistern – und ob Sie Ihre mitgebrachten Kenntnisse noch vertiefen oder erweitern sollten.

Und das Beste: Sie lernen bequem zuhause an Ihrem PC – und das zu einem unschlagbar günstigen Preis. Die Teilnahmegebühr beträgt pro 45-minütiger Unterrichtseinheit nur 19,99 €, 0% MwSt.; der komplette 5-tägige Basiskurs kostet 599,70 €, ohne MwSt.

Noch nie war der Zeitpunkt so sinnvoll, die veränderte Arbeitssituation für die persönliche Weiterbildung zu nutzen. Erweitern Sie jetzt Ihr fachliches Wissen, dann gehen Sie aus der Corona-Krise beruflich gestärkt heraus.

>> Hier können Sie sich direkt zum Live-Webinar „Rechtliche Betreuung als Beruf – Crashkurs Basiswissen für Einsteiger/Innen“ anmelden >>

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07. Mai 2020 | Kategorie: Webinar |

Aktuelle Studie untersucht Vermögensdelikte von Berufsbetreuern

Warum Schlussrechnung, Vermögensverzeichnis & Co. für Sie als Berufsbetreuer unverzichtbar sind

 

„Gelegenheit macht Diebe“: Dieses deutsche Sprichwort beschreibt treffend das Ergebnis einer aktuellen Studie* zu „Vermögensdelikten in Betreuungsverhältnissen“. Im Fokus der Untersuchung standen Straftaten, die aus der Vertrauenspositionen zwischen Betreutem und Berufsbetreuer heraus erfolgen. Bislang waren Fälle, in denen ehrenamtliche oder berufsmäßig tätige Betreuer betreute Personen ausnutzten, um sich persönlich zu bereichern, nicht systematisch analysiert worden.

Die vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geförderte Studie widmete sich dem Feld Vermögensdelikte aus kriminologischer Sicht. Ziel der Studie war es, die Strukturen von Tatgelegenheiten aufzudecken, Tathintergründe zu analysieren, Kontrollmechanismen zu überprüfen und Möglichkeiten der Prävention zu erarbeiten.

Die Untersuchung wurde unter Federführung von Prof. Dr. Bernd-Dieter Meier, (Leibniz Universität Hannover, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie) und Prof. Dr. Thomas Görgen (Deutsche Hochschule der Polizei in Münster, Fachgebiet Kriminologie und interdisziplinäre Kriminalprävention) durchgeführt.

Die Ergebnisse der Studie „Vermögensdelikte in Betreuungsverhältnissen“ zeigen, dass es insgesamt zwar unter den Betreuern nur wenige schwarze Schafe gibt, die ihre Vertrauensposition ausnutzen. Die Studie deckt allerdings auch auf, dass das Betreuungsrecht Betreuern überraschend viele Möglichkeiten zur Begehung von vermögensrechtlichen Straftaten lässt.

Die Bestellung für den Aufgabenkreis der Vermögenssorge stellt demnach für Betreute wie auch für Berufsbetreuer ein Risiko dar.
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17. April 2020 | Kategorie: Aktuelles |

Betreuungsformulare – zeitsparend zum Ankreuzen

Nutzen auch Sie diese Ankreuzformulare für Ihre rechtliche Betreuung

Viele Teilnehmer der BeckAkademie kennen ihn. Jörg Staatsmann ist Studienleiter des Fernkurs für fortgeschrittene Berufsbetreuer sowie Dozent der BeckAkademie Fernkurse. Was viele nicht wissen: Der Richter am Amtsgericht Montabaur hat eine weitere Leidenschaft: Er entwickelt Betreuungsformulare, die die rechtliche Betreuung erleichtern und den Weg durch die Gerichte und Behörden beschleunigen sollen.

Wie kam es dazu? In seiner Tätigkeit als Betreuungsrichter erlebt der Betreuungsrechtsexperte Jörg Staatsmann regelmäßig große rechtliche Unsicherheiten der ehrenamtlichen Betreuer beim Umgang mit dem Betreuungsgericht. Die Formulare und Musteranträge des Richters und Dozenten der BeckAkademie Fernkurse sind speziell für Betreuer entwickelt worden. Da er diese Unsicherheiten auch in Institutionen bemerkt, fertigt er auch passende Formulare für Hausärzte, Altenheime und Krankenhäuser an.

Betreuungsrecht: Formulare ankreuzen – fertig!

Die speziellen Ankreuzformulare von Jörg Staatsmann sollen für die Betreuer eine praktische Arbeitshilfe sein. Mehr →

30. März 2020 | Kategorie: Praxisfälle aus der Betreuung |

Abschlussprüfung zum zertifizierten Berufsbetreuer

Eine tolle Leistung! 14 Studierende der BeckAkademie Fernkurse absolvierten erfolgreich ihre Prüfung zur/m zertifizierten Vereins-/Berufsbetreuer(in) in Siegburg bei Köln, Februar 2020

 

Das gesamte Team der BeckAkademie Fernkurse gratuliert sehr herzlich!

 

Die erfolgreichen Studierenden der Fernlehrgänge für Berufsbetreuer der BeckAkademie Fernkurse zusammen mit den Referenten und Prüfern der BeckAkademie Fernkurse (v. l. n. r.): Dr. med. Annette Haring, Betreuungsrichter Jörg Staatsmann, Prof. Dr. jur. Rolf Jox, 14./15.02.2020 in Siegburg bei Köln (© C.H.BECK VERLAG oHG))

 

Am 14. und 15. Februar 2020 fanden wieder die Prüfungstage der BeckAkademie Fernkurse statt. Zwölf angehende Berufsbetreuer aus ganz Deutschland kamen nach Siegburg bei Köln, um ihre Abschlussprüfung zum(r) zertifizierten Vereins-/Berufsbetreuer(in) abzulegen.

 

Die zweitägige Veranstaltung umfasst die eigentliche Prüfung sowie ein umfassendes Repetitorium (Crash-Kurs) am Vortag. Dieses Zusatzangebot der BeckAkademie Fernkurse hat sich bereits vielfach in der Praxis bewährt. Fundierte Wissensfestigung, gemeinsame Motivation und der Abbau von Prüfungsängsten waren auch dieses Mal die angestrebten Ziele. Das moderne Tagungshaus des Katholisch-Sozialen Instituts bot den idealen Rahmen für eine angenehme Arbeits- und Prüfungsatmosphäre.

Tag 1 – Optimal vorbereitet dank Repetitorium mit Fachexperten

Den Auftakt der Prüfungstage am 14./15. Februar 2020 bildete das Repetitorium. In diesem Crash-Kurs wurden die Prüfungskandidaten durch die erfahrenen Dozenten der BeckAkademie Fernkurse gezielt auf das bestvorstehende Examen vorbereitet. Das vorhandene Fachwissen wurde noch einmal gründlich wiederholt, vertieft und ergänzt.

Auf dem Programm standen die Themengebiete Bürgerliches Recht, Betreuungsrecht, Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen sowie sozialpsychiatrische und psychologische Grundlagen. So wurden alle relevanten Bereiche systematisch abgedeckt und etwaige Wissenslücken geschlossen.

Besonders vorteilhaft ist der kleine Teilnehmerkreis im Repetitorium, der ein intensives Arbeiten in persönlicher Lernatmosphäre ermöglicht. So konnten die Dozenten auch komplexe Zusammenhänge strukturiert vermitteln und auf aufkommende Detailfragen eingehen. Die Pausen zwischen den Schulungseinheiten nutzen die Teilnehmer, um das Gelernte „sacken zu lassen“ und sich untereinander auszutauschen.

Prof. Dr. jur. Rolf Jox vertieft die Fachkenntnisse im Sozialrecht (© C.H.BECK VERLAG oHG)

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14. März 2020 | Kategorie: Abschlussprüfung, Erfahrungsbericht |

Keine erhöhte Betreuervergütung für staatlich anerkannten Heilpädagogen

Der zeitliche Umfang ist mit einem Fach-Hochschulstudium nicht vergleichbar

Der Fall: Ein Berufsbetreuer hat mit Verweis auf seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilpädagogen an der Fachschule für Heilpädagogik seinen Vergütungsanträgen den höchsten Stundensatz nach § 4 VBVG zugrunde gelegt.

Nachdem das Amtsgericht zunächst die Vergütung antragsgemäß festgesetzt hatte, legte die Bezirksrevisorin Beschwerde ein. Das Landgericht hob den Festsetzungsbeschluss auf und änderte diesen auf einen Stundensatz von 33,50 €. Der Betreuer legte Rechtsbeschwerde ein mit dem Ziel, die Vergütung auf der Grundlage eines Stundensatzes von 44,00 € anzunehmen.

Der Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 04.12.2019, Az. XII ZB 338/19

Der BGH beschloss, dass die Rechtsbeschwerde unbegründet ist. Er folgte der Auffassung des Landgerichts, dass die Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilpädagogen nicht mit dem Abschluss an einer Hochschule i. S. v. § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 VBVG vergleichbar sei. Es könne nicht festgestellt werden, dass der Zeitaufwand dieser Ausbildung mit drei Ausbildungshalbjahren in Vollzeit und fünf Ausbildungshalbjahren in Teilzeit dem eines (Fach –) Hochschulabschlusses entspräche.

Der BGH zitierte zunächst erneut seine Grundsätze, wann man eine Ausbildung mit einer Hochschulausbildung vergleichen könne:

Gleichwertig ist eine Ausbildung, wenn sie

  • staatlich reglementiert oder zumindest anerkannt ist und
  • der durch sie vermittelte Wissensstand nach Art und Umfang dem eines Hochschulstudiums entspricht.

Kriterien sind

  • der mit der Ausbildung verbundene Zeitaufwand,
  • der Umfang und Inhalt des Lehrstoffs und
  • die Zulassungsvoraussetzungen.

Ferner kann eine Vergleichbarkeit der Ausbildung mit einer Hochschulbildung gegeben sein, wenn die durch die Abschlussprüfung erworbenen Qualifikationen Zugang zu beruflichen Tätigkeiten ermöglicht, deren Ausübung üblicherweise Hochschulabsolventen vorbehalten ist. Mehr →

26. Februar 2020 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

Schulung exklusiv für angehende Berufsbetreuer der BeckAkademie Fernkurse

Einführungsseminar für Studierende am 14. Februar 2020 in Siegburg

Wie können Studierende ihr Fernstudium zum zertifizierten Berufsbetreuer erfolgreich meistern? Dieses Thema stand im Mittelpunkt des kostenfreies Einführungs- und Schulungsseminares, das am 14. Februar 2020 in Siegburg bei Köln stattfand. Diese exklusive Schulung nur für Teilnehmer der BeckAkademie Fernkurse unterstützt angehende Berufsbetreuer dabei, motiviert ins Studium zu starten und die gesteckten Lernziele dann auch zu erreichen.

 

Lernen, wo und wann man will

Die Vorteile eines Fernstudiums zum Berufsbetreuer liegen auf der Hand: Studierende können sich die Zeit flexibel einteilen und das Lernpensum optimal an ihre persönliche und berufliche Situation anpassen.

Doch gerade zu Beginn des Fernstudiums stellen sich Studierende oft viele Fragen.
Wie genau läuft der Fernkurs ab? Wie löse ich meine Einsendeaufgaben richtig? Wer ist der richtige Ansprechpartner, wenn ich einmal nicht weiterkomme? Gerade Nicht-Juristen fällt zudem die Bearbeitung rechtlicher Einsendeaufgaben und Hausarbeiten schwer.

Studierende der BeckAkademie Fernkurse profitieren hier von einem speziellen Einführungs- und Schulungsseminar, das Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Inhalte und Ablauf des Fernkurses gibt. Wir haben dieses kostenfreie Einführungsseminar auf vielfachen Wunsch für unsere Teilnehmer entwickelt, um sie optimal bei ihrem Einstieg ins Fernstudium zu unterstützen. Außerdem lernen die Studierenden an diesem Tag bereits zwei ihrer Fernlehrer und Prüfer persönlich kennen. Vielen Teilnehmern fällt es so während des Fernstudiums leichter, etwa bei Fragen zu einzelnen Lernbriefen Kontakt aufzunehmen.

 

So verlief das Einführungs- und Schulungsseminar am 14. Februar 2020

Zum exklusiven und kostenlosen Tageseminar am 14. Februar 2020 in Siegburg bei Köln waren nur Teilnehmer/innen der BeckAkademie Fernkurse zugelassen.

Die Teilnehmer des Einführungsseminares wurden persönlich vom pädagogischen Studienleiter der BeckAkademie Fernkurse – Professor Dr. jur. Rolf Jox – und Prüfer Jörg Staatsmann, Richter am Amtsgericht Montabaur, geschult. So erhielten die Studienanfänger zahlreiche wertvolle Tipps aus erster Hand: beispielweise wie sie die Einsendeaufgaben und Klausuren von Anfang an korrekt lösen und den Fernkurs insgesamt souverän meistern können.

Am Vormittag des Schulungstages stellte Professor Dr. Jox zunächst den allgemeinen Ablauf des Fernkurses vor. Die Teilnehmer erfuhren, wie die Rückmeldungen zu Einsendeaufgaben erfolgen und wie sie bei Fragen aktiv Kontakt zu ihren Fernlehren aufnehmen können. Anschließend erläuterte der Studienleiter der BeckAkademie Fernkurse, wie man richtig und sicher mit juristischen Fragestellungen umgeht.

Besonders ausführlich widmete sich Professor Dr. Jox der wichtigen Subsumtionstechnik, die zum grundlegenden juristischen Handwerkzeug gehört. Außerdem gab der Dozent den Seminarteilnehmern nützliche Hinweise, wie Fremdtexte in Einsendeaufgaben und Hausarbeiten korrekt zitiert werden.

Konzentrierte Lern-Atmosphäre: Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Schulungsseminars der BeckAkademie Fernkurse mit Prof. Dr. jur. Rolf Jox (li.), Hochschullehrer für Zivil-, insbes. Familien- & Betreuungsrecht sowie Betreuungsrichter Jörg Staatsmann (re. © C.H.BECK VERLAG oHG)

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20. Februar 2020 | Kategorie: Erfahrungsbericht, Lerntipps |

Erfolgreiche Berufsbetreuertage 2020 in Köln

Intensiv, interessant und komplett ausgebucht: Die Wissensauffrischung der BeckAkademie Fernkurse für Profis in der rechtlichen Betreuung

„Wie lange sind Sie bereits als Berufsbetreuer tätig?“ Mit dieser kurzen Umfrage eröffnete Jörg Staatsmann, Studienleiter des Fernkurses für fortgeschrittene Berufsbetreuer, die Berufsbetreuertage 2020 am 31. Januar/1. Februar 2020 in Köln. Zuvor hatte bereits Stephanie Kreuzhage, Leiterin der BeckAkademie Fernkurse, die mehr als 70 Teilnehmer der ausgebuchten Veranstaltung herzlich im Tagungszentrum Maternushaus willkommen geheißen.

Zwei Tage voller Wissensvertiefung, Netzwerken und Erfahrungsaustausch

Das Ergebnis der Umfrage ergab ein buntes Bild: So waren sowohl Profis mit mehr
als 15 Jahren Berufserfahrung als auch rechtliche Betreuer, die noch am Anfang ihrer Berufskarriere stehen, aus ganz Deutschland nach Köln gekommen. Sie alle nutzen die Chance, in zwei Tagen von hochkarätigen Referenten ein aktuelles Update zur Rechts- und Gesetzeslage zu erhalten. Auf dem Programm stand aber nicht nur die intensive Wissensvertiefung. Die praxisnahen Vorträge boten den Teilnehmern auch konkrete Fachberatung und Hilfestellung für ihre professionelle Betreuertätigkeit.

Ganz besonders aus diesem Grund schätzen so viele Betreuungsprofis die BeckAkademie Fernkurse Berufsbetreuertage. Da auch individuelle Fälle aus der Praxis besprochen werden, können meist auch für schwierige Fälle praktikable Lösungen gefunden werden.

Juristisches Know-how und spannende Fachdiskussionen

Während die Vorträge des ersten Tages der Berufsbetreuertage 2020 vorwiegend juristisch geprägt waren, standen am zweiten Tag medizinische Aspekte im Vordergrund.

Durch die Veranstaltung führte mit Schwung und Know-how Jörg Staatsmann, Familien-, Betreuungs- und Strafrichter am Amtsgericht Montabaur, der auch selbst als Referent auftrat. Der Studienleiter des Fernkurses für fortgeschrittene Berufsbetreuer moderierte die interessanten Diskussionen zu den einzelnen Vorträgen und brachte auf diese Weise auch das Netzwerken in Gang.

Jörg Staatsmann – Familien-, Betreuungs- und Strafrichter am Amtsgericht Montabaur sowie Studienleiter des Fernkurses für fortgeschrittene Berufsbetreuer (© C.H.BECK VERLAG oHG).

 

Networking und ein intensiver Erfahrungsaustausch mit Fachexperten und Kollegen war vor allem beim Get2Together in den Tagungspausen und beim Sektempfang am Abend des ersten Tages angesagt. Viele der Teilnehmer und Referenten freuten sich zudem über ein Wiedersehen, da sie sich schon aus Einführungsseminaren, Lerngruppen oder den Berufsbetreuertagen 2019 kannten. Mehr →

10. Februar 2020 | Kategorie: Berufsbetreuertage |

Welche Änderungen die Reform des Betreuungsrechts für Berufsbetreuer bringt

Topthema auf den Berufsbetreuertagen 2020

Mit der geplanten Reform des Betreuungsrechts kommen auf rechtliche Betreuer voraussichtlich noch in diesem Jahr zahlreiche Änderungen zu. Die Teilnehmer der Berufsbetreuertage 2020 der BeckAkademie Fernkurse erhielten von Rechtsanwalt und Fachanwalt Martin Weber einen Überblick, auf welche neuen Anforderungen sie sich einstellen müssen.

Der langjährige Dozent der BeckAkademie Fernkurse informierte ausführlich über Kernvorhaben, Ziele und Ausgestaltung der Betreuungsrechtreform – und diskutierte die möglichen Folgen für die berufliche Betreuungspraxis. Die wichtigsten Punkte des Vortrags von Martin Weber haben wir in diesem Beitrag für Sie zusammengefasst.

Ziel der Reform ist die qualitative Verbesserung der rechtlichen Betreuung

Im Koalitionsvertrag vom 12.03.2018 vereinbarten die Regierungsparteien, das seit 1992 unverändert geltende Gesetz zur Reform des Rechts der Vormundschaft und Pflegschaft für Volljährige (Betreuungsgesetz – BtG) zu reformieren. Ziel ist eine langfristige Verbesserung und Sicherung der Qualität in der rechtlichen Betreuung.

Das Vorhaben basiert zum einen auf Art. 12 Abs. 3 UN-Behindertenrechtskonvention:

„Die Vertragsstaaten treffen geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen Zugang zu der Unterstützung zu verschaffen, die sie zur Ausübung ihrer Rechts- und Handlungsfreiheit gegebenenfalls benötigen.“

Zum anderen stützt es sich auf eine breite wissenschaftliche Basis verschiedener Studien und Forschungsvorhaben. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) will die Reformen noch in der laufenden Legislaturperiode auf den Weg bringen.

Welche Reformvorhaben sollen umgesetzt werden?
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07. Februar 2020 | Kategorie: Aktuelles, Berufsbetreuertage |

Berufsbetreuertage 2020 − für Profis in der rechtlichen Betreuung

Ihr persönliches Update zur aktuellen Rechts- und Gesetzeslage in der Berufsbetreuung

Die Veranstaltung ist ausgebucht!

 

Ihr persönliches Update zur aktuellen Rechts- und Gesetzeslage in der Berufsbetreuung – jetzt auch Einzeltage buchbar.

Als Profi in der rechtlichen Betreuung sind Sie ständig gefordert: Eine sich regelmäßig ändernde Gesetzeslage, ein besonders schwieriger Fall, neue Anforderungen, Haftungs- und Vergütungsfragen und vieles mehr – im Betreuungsalltag bleibt es täglich spannend. Die Berufsbetreuertage verstehen sich als eine Wissensauffrischung mit fachlichem Austausch – zeitsparend, aktuell und rechtssicher. Seien Sie mit dabei und melden Sie sich jetzt für 2020 an!

Wenn Sie sich auf den aktuellsten Rechts- und Gesetzgebungsstand bringen und gleichzeitig vom Erfahrungsaustausch mit unseren Fachexperten und anderen Berufsbetreuern profitieren wollen, sind Sie hier genau richtig:

Berufsbetreuertage der BeckAkademie Fernkurse
am 31. Januar / 01. Februar 2020 im Maternushaus in Köln

Gerade, weil hier auch konkrete Fälle aus Ihrer Praxis besprochen werden – selbstverständlich anonymisiert – bietet sich für Sie die Gelegenheit, endlich auch für schwierige Fälle praktikable Lösungen zu finden.

Der BeckAkademie Fernkurse Berufsbetreuertage finden an 2 Tagen mit unterschiedlichem Tagungsprogramm statt. Sie können beide Tage – oder auch Einzeltage − buchen. Wählen Sie einfach das für Sie Passende aus und genießen Sie diese kurze, aktuelle Wissensvertiefung plus Erfahrungsaustausch für Ihre professionelle Betreuertätigkeit. Mehr →

28. Januar 2020 | Kategorie: Berufsbetreuertage |

Rückforderung überzahlter Betreuervergütung: Wann Sie der Vertrauensgrundsatz schützt

Der Vertrauensgrundsatz kann der Rückforderung überzahlter Betreuervergütung entgegenstehen

 

Der Fall: Die Betreuerin wurde vom Amtsgericht am 26.02.2016 zur Berufsbetreuerin des Betroffenen bestellt. Die Betreuung ist mit Beschluss vom 06.03.2018 aufgehoben worden. Die Betreuerin hatte für die Zeit vom 26.02.2016 bis insgesamt 26.08.2017 die Vergütung auf der Grundlage eines Stundensatzes von 44,00 € geltend gemacht. Der Bezirksrevisor hatte beantragt, die Vergütung der Betreuerin für die Zeit vom 26.02.2016 bis 26.02.2017 unter Zugrundelegung des niedrigeren Stundensatz von 33,50 € festzusetzen und den überzahlten Betrag von 708,75 € wieder einzuziehen. Das Amtsgericht hatte für die Zeit vom 27.02. bis 26.08.2017 dem Antrag nach dem Stundensatz von 33,50 € entsprochen.

Die Betreuerin legte Beschwerde ein, die zu einer teilweisen Erhöhung der Vergütung führte. Mit der Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (BGH) nun begehrt die Betreuerin die Festsetzung der Vergütung in Höhe von 44,00 €.

Die Entscheidung des BGH vom 13.11.2019, Az. XII ZB 106/19

Der BGH hat die Rechtsbeschwerde zurückgewiesen. Der BGH folgte dem Landgericht Aachen, dass für die Tätigkeit der Betreuerin nicht der erhöhte Stundensatz von 44,00 € sondern nur der niedrigere von 33,50 € anzunehmen war:

Der Stundensatz des Berufsbetreuers beträgt 44,00 €, wenn der Betreuer über besondere für die Betreuung nutzbare Kenntnisse verfügt, und diese Kenntnisse durch eine abgeschlossene Ausbildung an einer Hochschule oder eine vergleichbare andere Ausbildung erworben worden sind.

Um die Vergleichbarkeit mit einer Hochschulausbildung anzunehmen, muss die Ausbildung in ihrer Wertigkeit einer Hochschulausbildung entsprechen und einen formalen Abschluss aufweisen. Mehr →

17. Januar 2020 | Kategorie: Corinna Hell, Urteile |

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