„Eine gute Ausbildung ist das Fundament für die erfolgreiche und gute Arbeit als Berufsbetreuer“

Vier Absolventen der BeckAkademie Fernkurse berichten über ihr Studium

Berufsbetreuer unterstützen Menschen, die ihr Leben nicht mehr selbst regeln können, bei gesundheitlichen, finanziellen und behördlichen Angelegenheiten. Der Bedarf an rechtlicher Betreuung ist hoch und steigt stetig weiter. Aber: Betreuung ist ein anspruchsvoller Beruf. Wer rechtlich abgesichert und fachlich hoch qualifiziert betreuen will, braucht fundierte rechtliche, betriebswirtschaftliche, medizinische und kommunikative Kenntnisse und Fähigkeiten. In den Fernlehrgängen der BeckAkademie Fernkurse können sich Berufseinsteiger, aber auch bereits tätige Betreuer das notwendige Fachwissen berufsbegleitend aneignen. Immer mehr Studierende entscheiden sich für diese moderne und flexible Form der Weiterbildung. Auf dem Berufsbetreuertag 2022 trafen wir vier erfolgreiche Absolventen der BeckAkademie Fernkurse. Alle sind aktuell in der rechtlichen Betreuung tätig. Hier berichten die Berufsbetreuer, was sie motivierte, den Betreuerberuf zu ergreifen und wie sie ihr Studium erlebt haben.

 

„Für jeden Beruf braucht man das richtige Handwerkszeug“

 

Doris Koller-Dockter arbeitete über 30 Jahre lang im Klinikbereich. Als die ausgebildete Physiotherapeutin ihren Hauptberuf aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, suchte sie nach einer neuen beruflichen Herausforderung, bevorzugt im Bereich „Helfen“. Ihr war es sehr wichtig, auch zukünftig mit Menschen zu arbeiten. Da Frau Koller-Dockter bereits 14 Jahre lang als ehrenamtliche Betreuerin nebenberuflich im Betreuungsbezirk Oberpfalz tätig war, entschied sie sich für den Betreuerberuf. Aktuell absolviert Frau Koller-Doktor den Fernkurs für zertifizierte Berufs-/Vereinsbetreuung.

 

„Auf der Suche nach einer guten Ausbildung habe ich mich im Internet kundig gemacht und bin auf die BeckAkademie Fernkurse gestoßen. Die ausführliche und verständliche Beschreibung der Lehrbriefe hat mich gleich angesprochen. 2021 habe ich mit dem Fernlehrgang begonnen. Am Anfang wird man schon mit einer Fülle von Informationen konfrontiert. Insbesondere, wenn man mit rechtlichen Thematiken noch nicht so intensiv vertraut ist. Man muss schließlich sehr viele Gesetze kennenlernen. Natürlich ist es auch eine zeitliche Herausforderung, die Lehrbriefe eigenverantwortlich zu bearbeiten. Zum Glück ist das Material des Fernkurses gut und übersichtlich strukturiert. Man kann das Gelernte sofort im Betreueralltag einsetzen und das berufliche Tun aus den Lehrbriefen ableiten. Gut finde ich auch, dass die Dozenten bei Bedarf Hilfestellung geben. Ich freue mich, dass ich die Dozenten auf dem Betreuertag persönlich kennenlerne. So wird es mir zukünftig leichter fallen, sie anzusprechen, wenn ich mal eine Frage haben.

Der Preis für meinen Lehrgang bei der BeckAkademie Fernkurse ist vollkommen gerechtfertigt und auch gut zu stemmen. Für mich liefert diese Ausbildung das optimale Handwerkszeug, um gut und verantwortlich arbeiten zu können. Die Lehrbriefe und die Abschlussprüfung in Präsenz sind dann die konkrete Bestätigung, dass man Fachwissen erworben hat. So kann man selbstbewusst in den Beruf starten. Ich hoffe, dass der erfolgreich absolvierte Lehrgang auch ein ausreichender Sachkundennachweis ist.

Dem Sachkundenachweis stehe ich generell positiv gegenüber. Ich komme aus einem medizinischen Beruf, in dem Fachwissen und Handwerkszeug unabdingbar sind, um mit den Patienten richtig arbeiten zu können. Beim aktuell diskutierten Ausmaß der geforderten Sachkunde muss ich allerdings schon schlucken – auch finanziell. Bleibt abzuwarten, wie es endgültig gestaltetet wird.“

 

„Von Anfang an wurde ich in die höchste Vergütungstabelle eingestuft“

Sabine Burmeister arbeitete 40 Jahre lang in verschiedenen Managementpositionen im Gesundheitswesen. Aus ihrer Sicht waren jedoch viele Umstände in diesem Bereich nicht mehr akzeptabel. Auf der Suche nach einer Alternative absolvierte Frau Burmeister zunächst eine Weiterbildung als Resilienz-Coach. Bei ihren Recherchen entdeckte sie dann das Angebot der BeckAkademie Fernkurse und war sich sicher: „Das ist genau das Richtige für mich.“ Kurzentschlossen startete Frau Burmeister 2014 im Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat und schloss diesen 2015 erfolgreich ab.

 

„Bevor ich mich für das Fernstudium bei der BeckAkademie Fernkurse entschieden habe, habe ich mich bei verschiedenen Anbietern umgeschaut. Der Beck-Fernkurs erschien mir vom ganzen System her am praktikabelsten und am besten zu finanzieren. Mit den Lehrmaterialien konnte ich super arbeiten, alles war sehr gut nachvollziehbar strukturiert. Ich fand schön, dass man sich seine Zeiten sehr individuell einteilen kann.

Mit meinem Zertifikat habe ich mich sofort bei Betreuungsbehörden in Braunschweig-Wolfenbüttel beworben – und bekam nur Absagen. Wir brauchen niemanden, hieß es. Daher bin ich zunächst ehrenamtlich in den Beruf eingestiegen. Dann arbeitete ich ein Jahr als Berufsbetreuerin bei einem Betreuungsverein in Goslar und übernahm parallel weitere Betreuungen. Ende 2016 wechselte ich in die komplette Selbstständigkeit. Ab diesem Zeitpunkt wendete sich das Blatt sehr schnell – und ich erhielt kontinuierlich Anfragen, weitere rechtliche Betreuungen zu übernehmen.

Aufgrund meines im Fernlehrgang erworbenen Hochschulzertifikats wurde ich von Anfang an in die höchste Vergütungsstufe eingestuft. Als die Rechtspflegerin eines Amtsgerichts mir diese Vergütungsstufe überraschend aberkannte, konnte ich – mit Unterstützung durch die BeckAkademie Fernkurse – die Hochstufung wiedererlangen. Wirtschaftlich ist die Einstufung in Vergütungsstufe C für mich sehr relevant. In der niedrigeren Klasse musste ich zeitweise sechzig Betreuungen führen, um das Gleiche wie meine Kollegen zu verdienen. Frau Kreuzhage hat mich in dieser angespannten Zeit unterstützt. Auch der Austausch mit Kollegen hat mich immer motiviert weiterzumachen. Seit meinem Studium nehme ich deshalb regelmäßig am Austausch auf den Berufsbetreuertagen teil. Ich bin froh, dass wir uns dieses Jahr wieder in Präsenz treffen können.“

 

Hochschulzertifikat der Hochschule Neubrandenburg für Vergütungstabelle C anerkannt.

 

Gut zu wissen: Inzwischen hat auch der BGH (Beschluss vom 09.02.2022, Az. XII ZB 378/21) der BeckAkademie Fernkurse bescheinigt, dass der Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat in Kooperation mit der Hochschule Neubrandenburg sowohl vom Umfang, als auch vom Inhalt her mit der Ausbildung an einer Hochschule vergleichbar ist und die Kriterien für die höchste Vergütungsstufe (§ 4 Abs. 3 Nr. 2 VBVG i.V.m. Vergütungstabelle C) erfüllt. Hier können Sie alle Details zur Entscheidung nachlesen.

 

„Das Studium hat mir fachlich so viel gebracht, dass es sich auf jeden Fall gelohnt hat.“

 

Tanja Osmanovic stieg nach 14-jähriger Familienzeit mit einer Teilzeitstelle als Büromanagerin bei einer Berufsbetreuerin wieder ins Berufsleben ein.
Der Aufgabenbereich begeisterte die gelernte Bürokauffrau sofort – und so bewarb sich Frau Osmanovic nach einiger Zeit selbst als Betreuerin bei der Betreuungsstelle. Bei der BeckAkademie Fernkurse absolvierte sie berufsbegleitend den Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat. Seit 2015 ist Frau Osmanovic als selbstständige Berufsbetreuerin tätig.

 

„Natürlich überlegt man als Berufseinsteiger, wie man in Vergütungstabelle C kommen kann. Also habe ich im Internet recherchiert, mir die Website der BeckAkademie Fernkurse angeschaut und mich von Frau Kreuzhage beraten lassen. Für das Fernstudium habe ich mich aber vor allem entschieden, weil ich es super-flexibel und berufsbegleitend absolvieren konnte. Das war optimal für mich, denn ich hatte drei Kinder zu Hause und mein Mann war Berufspendler. Während des Studiums haben mich meine Kollegen in der Bürogemeinschaft nicht nur beim Lernen motiviert und angespornt. Sie haben mir auch Arbeit abgenommen, sodass ich hin und wieder auch im Büro lernen konnte.

Meine Prüfung habe ich 2021 bestanden – und bin auch in die gewünschte Vergütungsstufe C gekommen. Aber auch, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hat mir das Studium fachlich so viel gebracht, dass es sich auf jeden Fall für mich gelohnt hat. Die Kosten der Fortbildung hatte ich schon nach drei Monaten wieder raus.

Vor der Abschlussprüfung war ich tierisch aufgeregt. Der Crashkurs am Vortag hat mir sehr geholfen, ein bisschen herunterzukommen. Wir haben alles, was für die Prüfung wichtig war, wiederholt. Die Prüfung selbst ist fair und angenehm verlaufen. Sicherheit hat mir auch gegeben, dass ich die Prüfer schon vom Berufsbetreuertag kannte. Am Berufsbetreuertag nehme ich regelmäßig jedes Jahr teil. Netzwerken und Informieren finde ich für meinen Beruf immens wichtig. Doch obwohl ich gerne Fortbildungen besuche, bin ich froh, dass ich den neuen Sachkundenachweis nicht erbringen muss.“

 

„Der Bezug zur Praxis hatte im gesamten Studium einen hohen Stellenwert.“

Jan-Michael Rafiq arbeitete viele Jahre im Bankbereich und entwickelte Anlagestrategien für vermögende Bankkunden. Trotz seiner spannenden Aufgabe stellte er sich eines Tages die Frage „War es das?“. Die Antwort lautete „nein“. Herr Rafiq beschloss, Menschen zu helfen und zu unterstützen – und engagierte sich drei Jahre lang als ehrenamtlicher Betreuer in einem Betreuungsverein. Parallel absolvierte Herr Rafiq den Fernlehrgang Berufsbetreuer(in) mit Hochschulzertifikat. Als er das Hochschulzertifikat in der Tasche hatte, machte er kurzerhand sein Ehrenamt zum Beruf. Zunächst arbeitete er selbstständig, seit 2021 ist Herr Rafiq beim Betreuungsverein Insel e.V. in Hamburg tätig.

 

„Während meiner ehrenamtlichen Arbeit sah ich mich plötzlich mit ganz neuen Herausforderungen konfrontiert. Wie beispielsweise sind Anträge auf ALG-2 oder auf Grundsicherung zu stellen? Ich arbeitete mich in die Materie ein und stellte fest: Hey, das bringt mir richtig viel Spaß! Also recherchierte ich, wie ich mein Wissen in diesem Bereich noch vertiefen könnte. Dabei wurde ich auf das Hochschulzertifikat der BeckAkademie Fernkurse aufmerksam – und absolvierte neben meiner Banktätigkeit berufsbegleitend das Studium. Besonders gut gefiel mir, dass das Lernpensum in verschiedene Module aufgeteilt war. Das Modell ist umfassend am Bedarf des Betreuers ausgerichtet. Es sind nicht nur rechtliche Themen inkludiert, sondern auch Aspekte wie Büroorganisation, Existenzgründung oder Case Management. Hervorragend finde ich die Einbeziehung eines hohen Praxisanteils in den Lernbriefen. Beispielsweise wurden nicht nur rechtliche Grundlagen vermittelt, sondern diese anhand von Praxisbeispielen verdeutlicht. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Studium ein gutes Fundament für gute Betreuerarbeit ist.

Beim Lernen hat mir geholfen, dass der Stoff häppchenweise übersandt wurde. Besonders hat mich aber das Feedback der Lehrkräfte motiviert, was sehr ausführlich und wertschätzend war. Ich hatte zudem die Möglichkeit, mich jederzeit an Dozenten zu wenden.

Toll fand ich auch das Einführungsseminar, was mir ermöglicht hatte, Kontakte zu Mitstudierenden zu knüpfen. So konnten wir uns während des Studiums austauschen und gegenseitig unterstützen. Vor der Prüfung hatte ich – ehrlich gesagt – ordentlich Lampenfieber. Zum Glück gab es ein exzellentes Repetitorium, in dem der gesamte Stoff aufgearbeitet wurde. Das nimmt ein bisschen die Angst vor der Prüfung.

Stete Weiterbildung halte ich für essenziell! Die Berufsbetreuertage der BeckAkademie Fernkurse bieten eine Fokussierung auf wesentliche Neuerungen im Bereich der rechtlichen Betreuung – und dieses in einer komprimierten Form. Dort habe ich die Möglichkeit, mich innerhalb eines Tages in vielen Themenfeldern auf den aktuellen Stand zu bringen. Es gibt aber noch einen anderen Grund, weshalb ich gern teilnehme. Es ist eine Möglichkeit zum Netzwerken, um mich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen – und das halte ich ebenfalls für sehr wichtig.

 

„Herausforderungen machen einen Beruf erst interessant“

Wir Hamburger sagen, Herausforderungen sind das Salz in der Suppe. Heute sind es andere berufliche Herausforderungen als in meiner Zeit als Banker. Mir ist es wichtig, dass mich auf den betreuten Menschen fokussieren kann. Ich unterstütze ihn in seiner Entscheidungsfindung, arbeite konstruktiv mit ihm, damit sich seine individuellen Lebensbedingungen verbessern. Was für mich den Beruf des rechtlichen Betreuers attraktiv macht, ist, dass ich in meinem Handeln nicht fremdbestimmt bin. Die Maxime meines Handelns ist allein der Wille meines Betreuten.“

 

Herzlichen Dank an alle Interviewpartner für die ausführlichen und interessanten Gespräche!

08. Dezember 2022 | Kategorie: Abschlussprüfung, Aktuelles, Berufsbetreuertage |