Volle Konzentration mit intermittierendem Fasten

human brain with hands, fork and knife in front of a pizza dishSo steigern Sie Ihre Leistung

Erst neulich haben Forscher wieder bestätigt, dass ein leerer Magen fitter hält, als ein voller: In mehreren Versuchen bekamen Ratten nur jeden zweiten Tag Futter. Im Vergleich zu ihren satten Artgenossen stellte sich heraus: Die Hungerkünstler lebten um rund 80 % länger – und das bei bester Gesundheit! Krebs, Schlaganfall oder Diabetes blieben ihnen überdurchschnittlich oft erspart.

Essenspause statt Hungerkur

Gewollt oder ungewollt, das so genannte intermittierende Fasten tut uns gut, da sich unser Körper während dieser Nahrungspausen regenerieren kann, ohne zusätzlich etwas verdauen zu „müssen“. Schon der Verzicht auf feste Nahrung für etwa 16 bis 24 Stunden kann kardiovaskuläre Risikofaktoren verhindern, vor degenerativen Erkrankungen des Nervensystems schützen und – somit sind wir beim Lernen – steigert das Konzentrationsvermögen spürbar.

Der Grund, dass Nahrungspausen von Natur aus eher wohltun, liegt auf der Hand: Zu 99,99 % Prozent der Evolutionsgeschichte lebte der Mensch mit Nahrungsmittelknappheit, ständigem Hunger und langen Phasen ohne Nahrung. Erst seit wenigen Jahrzehnten genießen wir den Überfluss und die ständige Verfügbarkeit an Nahrungsmitteln, doch das tut nicht unbedingt gut. Kein Wunder, dass unser Körper mit zu viel Essen auf Dauer nicht umgehen kann – er ist nicht auf dauernde Nahrungsaufnahme programmiert.

Wer sich gerade in einer intensiven Lernphase, wie bei dem Fernkurs für zertifizierte Vereins-/Berufsbetreuung befindet, mutet Geist und Körper sehr viel zu: Sie lesen und sitzen länger und bewegen sich deutlich weniger. Wer jetzt zu viel und zu fettig isst, entzieht dem Gehirn Energie, weil sich das Blut in den Verdauungsorganen sammelt und den Darm auf Trab bringen muss. Wenn Sie jetzt hingegen gezielte Nahrungspausen einlegen, gönnen Sie Magen und Darm eine wertvolle Auszeit, in der Ihr Körper die Energie dorthin schicken kann, wo sie zum Lernen gebraucht wird: ins Gehirn.

Bringen Sie Körper und Gehirn in Schwung

Verglichen mit dem richtigen Fasten ist die Durchführung des Kurzzeitfastens relativ einfach, außerdem muss man sich nicht umgewöhnen. So müssen Sie zum Beispiel keinen ganzen Tag auf feste Nahrung verzichten, sondern dürfen während bestimmter Zeitintervalle (zum Beispiel in 8, 6 oder 4 Stunden pro Tag) essen. Den Rest des Tages gönnen Sie Ihren Verdauungsorganen einfach mal eine Pause.

Wenn Sie etwa 6 Stunden am Tag essen und 18 Stunden fasten möchten, könnten Sie Ihren Tagesablauf so gliedern:

  • 11 Uhr: Erste Mahlzeit als spätes Frühstück oder frühes Mittagessen
  • 16 Uhr: Zweite Mahlzeit als Abendessen
  • Von ca. 17 Uhr bis 11 Uhr des nächsten Tages: Fastenzeit
  • Jederzeit erlaubt sind Wasser und Tee ohne Zucker
  • Eine dritte Mahlzeit fällt aus

Fazit: Natürlich sollten Sie dieses strenge Kurzzeitfasten nicht das ganze Jahr durchhalten. Es reicht schon, wenn Sie ab und zu an einem Wochentag bewusst längere Esspausen einlegen. Wichtig ist vor allem, dass Sie (zumindest während des Fastens) auf Zucker und isolierte Kohlenhydrate verzichten, wie sie etwa Weißmehl oder weißer Reis enthalten. So senken Sie Ihre Blutzucker- und Insulinwerte und bringen Ihren Körper dazu, mehr Energie durch die Verbrennung Ihrer Fettreserven zu gewinnen. Probieren Sie es einmal selbst aus!

26. Februar 2015 | Kategorie: Lerntipps, Manuela Krämer |